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Bad Grund

Wer sich einen geruhsamen Urlaub weit weg von Lärm und Hektik des Alltags wünscht der sollte den am Westrand des Harzes liegenden staatlich anerkannten heilklimatischen Kurort Bad Grund in die engere Wahl ziehen. Bad Grund liegt in einem Tal, umgeben von Laub- und Nadelwäldern, ohne Durchgangsverkehr, aber dennoch gut erreichbar. Die klare Bergluft kann die Gesundheit nachhaltig verbessern und ist besonders bei Atemwegserkrankungen aber auch bei Rheumatischen Erkrankungen, Lungen- sowie Herz-Kreislauferkrankungen sowie anderen Beschwerden gesundheitsfördernd. Bad Grund ist einer der wenigen Kurorte in Deutschland mit doppelter Prädikatisierung und der einzige staatlich anerkannte Kurort mit Heilstollentherapie für Atemwegserkrankungen in Norddeutschland.

Bad Grund ist die älteste der Oberharzer Bergstädte, wurde der Ort doch bereits im Jahre 1317 erstmals urkundlich erwähnt. 1535 erhielt die Bergarbeitersiedlung ihr Stadtrecht, im 30jährigen Krieg wurde die Stadt im Februar des Jahres 1626 vollständig niedergebrannt. Heute besteht Bad Grund aus 6 Ortsteilen und hat knapp 9.000 Einwohner.

Bad Grund ist gut erreichbar, fahren Sie an der A 7 - Anschlußstelle Seesen ab und auf die Bundesstraße 243 und wechseln Sie später auf die Bundesstraße 242 die an Bad Grund vorbeiführt. Alle anderen Urlaubsorte des Westharzes sind von Bad Grund aus schnell erreichbar.
Bad Grund ist die älteste der Oberharzer Bergstädte
Blick über die Dächer von Bad Grund
Durch seine Lage in einem geschützten Tal sind Ruhe und Entspannung in Bad Grund garantiert
Die Ortsdurchfahrt von Bad Grund
Durch seine Lage in einem geschützten Tal sind Ruhe und Entspannung in Bad Grund garantiert. Auch hier ist die so typische Harzarchitektur zu finden. Da auch Bad Grund früher eine Bergbaustadt war, die Geschichte des Bergbaus geht zurück bis ins 12. Jahrhundert, sind heute noch viele Spuren des Bergbaus zu finden. Das Erzbergwerk Grund war das letzte fördernde Erzbergwerk in Deutschland, mit seiner Stilllegung im Jahre 1992 endeten 450 Jahre Bergbau im Harz. Am Knesebeckschacht wurde ein Bergbaumuseum errichtet, seit 2010 gehört die Schachtanlage Knesebeck zum Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“. Das Museum bietet „Bergbau zum Anfassen“ und zeigt die technische Entwicklung des Bergbaus von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Betriebsende im Jahre 1992. Wahrzeichen ist der 47 Meter hohe Hydrokompressorenturm, aber auch die weitere technische Einrichtung ist durchaus sehenswert. Auf dem Freigelände stehen Fahrzeuge die ehemals unter Tage eingesetzt wurden. Von Mai bis Oktober werden von Dienstag bis Sonntag jeweils um 11:00 Uhr und um 14:00 Uhr kostenpflichtige Führungen angeboten. Von November bis April finden diese Führungen nur sonntags um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr statt. Sonderführungen, Führungen für Schulklassen sowie Kindergeburtstage könne ebenfalls gebucht werden.
Das Bergbaumuseum am Knesebeckschacht bietet „Bergbau zum Anfassen“
Das Bergbaumuseum am Knesebeckschacht
Das Fördergerüst des Achenbachschachtes
Das Fördergerüst des Achenbachschachtes
Mittelpunkt des Ortes ist der Marktplatz, hier steht der historische Oberharzer Hof an dessen Fachwerkgiebel seit 1978 ein Glockenspiel installiert ist das täglich zur vollen Stunde von 10 bis 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr Bergmannslieder sowie Harzer- und Volkslieder erklingen lässt. Ein holzgeschnitzter Wegweiser vor dem Oberharzer Hof schildert die Geschichte der Bergstadt Bad Grund. Ebenfalls am Markt befindet sich die im Jahre 1640 im Stile des Barock erbaute St. Antoniuskirche. Die Bergmannskirche ist von außen mit Schiefer verkleidet, im Inneren befindet sich ein hölzernes Tonnengewölbe. Die älteste erhaltene Glocke stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, zwei weitere Glocken wurden 1942 für Rüstungszwecke eingeschmolzen und 1947 durch andere ersetzt. Neben der Kirche steht der Hübichbrunnen der auf die Märchen und Sagen verweist die sich rund um den Hübichenstein und seine Bewohner, die Zwerge, ranken. Ebenfalls am Markt befindet sich der Quisisanaplatz mit einer 1,80 Meter große Bergmanns-Skulptur die an die Bergbautradition in der Bergstadt erinnert. Die Statue des Bergmannes wiegt eine Tonne und wurde in Handarbeit aus einem Granit-Quader herausgeschlagen. Der Markt ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen in den Harz.
Der historische Oberharzer Hof mit seinem Glockenspiel
Der historische Oberharzer Hof mit seinem Glockenspiel
Die im Jahre 1640 im Stile des Barock erbaute St. Antoniuskirche
Die im Jahre 1640 im Stile des Barock erbaute St. Antoniuskirche
Mitten im Ort befindet sich auch das Gesundheitszentrum von Bad Grund, hier können Sie im 31 Grad warmen Solewasser baden und die Seele baumen lassen. Neben dem Solehallenbad befinden sich auch ein Fitness-Studio, eine Physiotherapiepraxis sowie ein Bowlingcenter mit 3 Bahnen im Gebäude. Besonderes Highlight für Menschen mit Atemwegserkrankungen ist die Heilstollen-Therapie die im Inneren des barrierefreien Eisensteinstollens, der etwa 900 Meter vom Ortskern entfernt liegt, stattfindet. Im Therapieraum, der bis zu 50 Personen aufnimmt und im Inneren des Ibergs liegt, herrschen eine Temperatur von 7 Grad und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Der Heilstollen wurde vom Deutschen Heilstollenverband mit 3 Sternen zertifiziert. Eine Therapie im Heilstollen sorgt vor allem bei Atemwegserkrankungen für bis zu einem halben Jahr zu einer Linderung der Beschwerden.
Das Gesundheitszentrum in Bad Grund
Das Gesundheitszentrum in Bad Grund
Das Atrium - das Veranstaltungszentrum in Bad Grund
Das Atrium - das Veranstaltungszentrum in Bad Grund
Außerhalb des Ortes direkt an der Bundesstraße 242 liegt das HöhlenErlebnis-Zentrum – Iberger Tropfsteinhöhle. Die Tropfsteinhöhle zählt seit 1874 zu den bekanntesten und vielbesuchtesten Sehenswürdigkeiten des Harzes. Der Sage nach lebte der Zwergenkönig Hübich im Iberg und betrieb dort Bergbau. Der Iberg ist ein 385 Millionen Jahre altes Korallenriff aus der Südsee das durch die Kontinentalverschiebung in den heutigen Teil des Harzes gelangte. Versteinerte Meeresbewohner sind Zeugen für diese geologische Besonderheit. Erleben Sie die Höhle auf einer Führung. Angeschlossen an die Höhle ist ein Museum das sich der Erforschung der Toten aus der 15 Kilometer entfernt liegenden Lichtensteinhöhle widmet. Vor fast 3000 Jahren war diese Höhle das Grab eines bronzezeitlichen Familienclans dessen Fund zu den Höhepunkten der europäischen Höhlenarchäologie zählt. Das HöhlenErlebnisZentrum erhielt im Jahre 2011 den Museumspreis für die innovative Vermittlung von Geschichte.
Das HöhlenErlebnis-Zentrum – Iberger Tropfsteinhöhle
Das HöhlenErlebnis-Zentrum – Iberger Tropfsteinhöhle
Die Iberger Tropfsteinhöhle zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Harzes
Das HöhlenErlebnis-Zentrum – Iberger Tropfsteinhöhle
Einen Besuch wert ist auch das Uhrenmuseum in Bad Grund das rund 1600 Exponate aus etwa 600 Jahren Zeitmessung zeigt, darunter sind einige Kuriositäten. In einzelnen Abteilungen werden Uhren aus verschiedenen Zeitepochen und unterschiedlichen Größen (von Turmuhren bis hin zu Taschenuhren), beginnend Anfang des 15. Jahrhunderts, ausgestellt. Das Uhrenmuseum ist täglich, außer montags, von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Eine besondere Sehenswürdigkeit in Bad Grund ist der WeltWald Harz der auf rund 100 Hektar die Heimat für rund 600 Gehölze aus aller Welt und damit einer der größten botanischen Baumgärten in Deutschland ist. Wandern Sie auf mehreren Rundwanderwegen mit unterschiedlicher Länge und verschiedenen Themenschwerpunkten vorbei an Infotafeln die Auskunft über die Baumarten sowie deren Herkunft geben. Auch ein für Rollstuhlfahrer geeigneter barrierefreier Weg führt durch den WeltWald Harz. Besonders schön ist der Nordamerikanische Teil von Mitte September bis Ende Oktober wenn der „Indian Summer“ zu einer besonders intensiven Blattverfärbung der Bäume führt.
Das Uhrenmuseum in Bad Grund zeigt rund 1600 Exponate aus etwa 600 Jahren Zeitmessung
Das Uhrenmuseum in Bad Grund
Ein holzgeschnitzter Wegweiser schildert die Geschichte der Bergstadt Bad Grund
Ein holzgeschnitzter Wegweiser am Markt
Der Harz ist eine der beliebtesten Wanderregionen in Norddeutschland, daher ist das Wandern rund um Bad Grund auch ein Angebotsschwerpunkt für Urlauber. Viele interessante Wanderziele und unterschiedlich lange Wege wollen erwandert werden. Zu den Ausflugszielen gehören der Hübichenstein, der 34 Meter hohe Albertturm mit angeschlossener Waldgaststätte auf dem Iberg sowie der bereits erwähnte WeltWald Harz. Besonders beliebt ist das Heilklimawandern ist es doch für jeden geeignet, sowohl für gesunde als auch für untrainierte Personen. 4 Kurwege führen rund um Bad Grund, Start und Ziel sind jeweils das Gesundheitszentrum. Die Wege sind in Länge und Anforderung unterschiedlich und können auch nach eigenen Vorstellungen konfiguriert werden.

Auch Wintersport ist in Bad Grund möglich. Vier Langlaufloipen stehen den Wintersportlern zur Verfügung, diese werden ab einer Schneehöhe von 15 cm gespurt und stehen meist bis 10 Uhr zur Verfügung. Rodelfreunde finden im benachbarten Wildemann eine 800 Meter lange Rodelbahn. Ein interessantes Winterprogramm rundet den Winteraufenthalt in Bad Grund ab.
Der Hübichbrunnen neben der St. Antoniuskirche
Der Hübichbrunnen neben der St. Antoniuskirche
Die Bergmanns-Skulptur am Quisisanaplatz erinnert an die Bergbautradition der Bergstadt
Die Bergmanns-Skulptur erinnert an die Bergbautradition
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