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Clausthal-Zellerfeld

In der Mitte des westlichen Harzes liegt die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld die auch als Zentrum des Oberharzes bezeichnet wird. Clausthal-Zellerfeld ist Bergbaustadt, Universitätsstadt (an der Technischen Universität studieren rund 4.000 Studenten) und trägt das Prädikat „Luftkurort“. Clausthal-Zellerfeld liegt auf einer Hochebene umgeben von Hügeln und Wiesen sowie vielen Teichen, Gräben und Wasserläufen die zum Unecso-Welterbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“ gehören, ein im 16. bis 19 Jahrhundert geschaffenes System was die Wasserräder in den Bergwerken antrieb. Clausthal-Zellerfeld ist Geburtsort von Robert Koch dem Mitbegründer der modernen Bakteriologie und Mikrobiologie.   


An der Technischen Universität in Clausthal-Zellerfeld studieren rund 4.000 Studenten
Gebäude der TU Clausthal-Zellerfeld
Ortsdurchfahrt in Clausthal
Ortsdurchfahrt in Clausthal
Bereits im 8. Jahrhundert soll eine Kapelle im heutigen Zellerfeld gebaut worden sein. Eine erste Besiedlung fand Anfang des 13. Jahrhunderts statt die auf die Gründung eines Benediktinerklosters zurückgeht. Mönche des Klosters betrieben bereits 1269 Bergbau und legten den mittleren Pfauenteich an der als Kraftantrieb der Bergwerksanlagen diente. Diese erste Ansiedlung viel der Pest Mitte des 14. Jahrhunderts zum Opfer, eine zweite Ansiedlung erfolgte dann Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Bergbau entwickelte sich stetig weiter, Anfang des 17. Jahrhundert waren bereits 55 Gruben in Betrieb. 1924 schlossen sich die bis dahin selbständigen Bergstädte Clausthal und Zellerfeld zusammen, bereits 1930 war der Bergbau in beiden Stadtteilen eingestellt worden. Heute erinnert insbesondere das Oberharzer Bergwerkmuseum an den früheren Bergbau in der Region. Heute leben rund 16.000 Einwohner in der Doppelstadt.
Kehrrad am Institut für Bergbau in Clausthal
Kehrrad am Institut für Bergbau in Clausthal
Ehemaliges Postamt mit Glockenspiel in Zellerfeld
Ehemaliges Postamt mit Glockenspiel in Zellerfeld
Die Anreise nach Clausthal-Zellerfeld erfolgt aus Richtung Hannover und Kassel kommend über die A7 bis zur Anschlußstelle Seesen, weiter geht es über die B243 in Richtung Osterode, danach biegen Sie auf die B242 ab die an Bad Grund vorbei nach Clausthal-Zellerfeld führt. Aus Richtung Osten kommend benutzen Sie die A38 die Sie am Dreieck Großwechsungen verlassen. Weiter geht es über die B243 nach Osterode und anschließend über die B241 nach Clausthal-Zellerfeld. Wer mit dem Zug anreisen möchte fährt bis Goslar und nutzt anschließend die Buslinie 830. Nächst gelegener Flughafen ist Hannover-Langenhagen.
Die Marktkirche zum Heiligen Geist ist die größte Holzkirche Deutschlands
Marktkirche zum Heiligen Geist in Claustahl
Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal
Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal
Auf dem Rathausplatz im Ortsteil Clausthal steht die Marktkirche zum Heiligen Geist, die größte Holzkirche Deutschlands die zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Norddeutschen Barocks zählt. Sie geht zurück auf einen Vorgängerbau der beim großen Stadtbrand 1634 zerstört wurde. Der Nachfolgebau wurde 1642 fertiggestellt und Pfingsten des gleichen Jahres geweiht. Die Marktkirche ist rund 57 Meter lang und 26 Meter breit, der Glockenturm hat eine Höhe von gut 30 Metern. Besonders sehenswert sind die mächtige Orgel sowie der große Altar.  
Die St.-Salvatoris-Kirche im Ortsteil Zellerfeld
Die St.-Salvatoris-Kirche im Ortsteil Zellerfeld
Im Zentrum von Zellerfeld beeindruckt das reich verzierte Haus der Bergapotheke
Die Berg-Apotheke, ein Haus mit 64 Gesichtern
Ein mächtiger Bau ist auch die St.-Salvatoris-Kirche im Ortsteil Zellerfeld, sie ist die einzige historische Kirche im Oberharz die in Massivbauweise errichtet wurde und die Wolfenbütteler Marienkirche als Vorbild hat. Sie wurde als Ersatz einer abgebrannten Holzkirche von 1675 bis 1683 im Renaissancestil errichtet. Über den Wiederaufbau ranken sich Legenden, in der einen ist die Rede von einer Henne mit ihren Küken die einen Schatz ausscharrte, in einer anderen überließen geheimnisvolle Venediger einem armen Mann einen Goldschatz in Form von Henne und Küken welcher dieser spendete damit das neue Gotteshauses gebaut werden konnte. Über dem Portal der Kirche befindet sich noch heute eine Darstellung einer Henne mit ihren sieben Küken. Historisch belegt ist dagegen das die Hälfte der Baukosten von den Bergmännern der Stadt aufgebracht wurde.

Gegenüber der Kirche steht die Bergapotheke, ein reich verziertes Gebäude mit vielen farbig bemalten Gesichtern aus Holz, jedes davon ein Unikat. Sie weerden Schreckmasken oder auch Neidköpfe genannt und sollen die Bewohner des Hauses vor Aggressionen, Neid und Hass schützen. Bereits 1576 gab es in Zellerfeld eine Bergapotheke, diese viel aber dem Stadtbrand im Jahre 1672 zum Opfer. Nach dem Feuer wurde die Apotheke in ihrer jetzigen Form neu gebaut.
Am Zellerfelder Marktplatz steht das Dietzel-Haus, ein prächtiges Patrizierhaus aus dem Jahre 1673
Am Zellerfelder Marktplatz steht das Dietzel-Haus
Das Oberharzer Bergwerksmuseum ist ein Museum für Technik und Kulturgeschichte
Das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld
Am Zellerfelder Marktplatz steht das Dietzel-Haus, ein prächtiges Patrizierhaus aus dem Jahre 1673 das vom Oberbergmeister Daniel Flach in Auftrag gegeben wurde. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist heute die Touristinformation untergebracht, im „Tugendsaal“ im 1. Stock können Veranstaltungen abgehalten werden.

Das Bergbaumuseum in Zellerfeld zählt zu den ältesten Technikmuseen Deutschlands und informiert über den Bergbau im Oberharz. In mehr als 20 Ausstellungsräumen werden die Arbeitsbedingungen und Lebensweisen der Bevölkerung gezeigt, viele Ausstellungsstücke wie Werkzeuge, Grubenlampen, Münzen und andere Exponate gehören genauso wie eine Robert-Koch-Ausstellung und Filmmaterial aus dem Jahre 1923 zu den Höhepunkten des Museums. Ein Besuch des Schaubergwerks und des Freigeländes sind im Rahmen einer kostenpflichtigen Führung ebenfalls möglich.
Die Glashütte auf dem Kunsthandwerkerhof in Zellerfeld
Die Glashütte auf dem Kunsthandwerkerhof in Zellerfeld
Die Brauakademie in der Biermünze auf dem Kunsthandwerkerhof
Die Brauakademie in der Biermünze auf dem Kunsthandwerkerhof
Unweit des Bergbaumuseum befindet sich der Kunsthandwerkerhof, hier können Sie den Kunsthandwerkern bei der Herstellung ihrer Produkte zuschauen. In der auf dem Hof befindlichen Glashütte werden nach alter überlieferter Handwerkstechnik u.a. handgefertigte Glasperlen hergestellt aus denen Kunsthandwerker Schmuck machen. In einem Workshop erhalten Sie die Gelegenheit unter Anleitung Schalen oder Trinkbecher selberherzustellen. Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich eine Brauakademie, auch diese lohnt es sich zu besichtigen. Hier erfahren Sie wie das Bierbrauen funktioniert und können ihr eigenes Bier brauen. In der nebenan liegenden Brauereigaststätte können die nebenan hergestellten Bierspezialitäten gekostet werden.
Der Robinson-Abenteuerspielplatz in Zellerfeld ist ein aus typisch Harzer Materialien naturnah angelegte Spielplatz
Der Robinson-Abenteuerspielplatz in Zellerfeld
Eine Schutzhütte mit Grillplatz auf dem Robinsonspielplatz kann nach Anmeldung für Kindergeburtstage genutzt werden
Schutzhütte mit Grillplatz auf dem Robinsonspielplatz
Wenn Sie Kinder haben so ist der Robinson-Abenteuerspielplatz ein wichtiges Ziel. Der naturnah angelegte Spielplatz der mit typisch Harzer Materialien gebaut wurde hat einen Förderturm auf zwei Ebenen mit integriertem Kletterpfad, eine Rutsche und eine 45 Meter lange Seilbahn sowie ein Wasserspielplatz. Hier können sich die Kinder so richtig austoben. Eine Schutzhütte kann nach Anmeldung für Kindergeburtstage genutzt werden, in der Nachbarschaft befindet sich der Ponyhof „Villa Kinderbunt“ der Reitstunden, Ponyreiten sowie Reiterferien für Kinder anbietet.  
Das Hotel Goldene Krone in Clausthal-Zellerfeld
Das Hotel Goldene Krone in Clausthal-Zellerfeld
Der Kaiser-Wilhelm-Schacht war der tiefste Schacht im Oberharz
Der Kaiser-Wilhelm-Schacht war der tiefste Schacht im Oberharz
Rund um Clausthal-Zellerfeld stehen Ihnen nicht weniger als 169 abwechslungsreiche Wanderwege zur Auswahl, das weitreichende Wander-Wegenetz mit guter Wegbeschilderung führt durch schöne Landschaften und vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten. In gemütlichen Ausflugslokalen können Sie einkehren und ein wenig verschnaufen. Besonders beliebt sind die 22 unterschiedlich langen WasserWanderWege der Harzwasserwerke die Sie sowohl an genutzten und an nicht mehr genutzten Gräben der Oberharzer Wasserwirtschaft vorbeiführen. Auf Mountainbiker wartet die Volksbank-Arena-Harz mit 74 ausgeschilderten Routen und etwa 2.200 km Strecke, hier findet jeder das passende für sich. Für eine Abkühlung im Sommer sorgt der Obere Haus-Herzberger Teich mit Nichtschwimmerbereich der im Juli und August von einem Bademeister überwacht wird. Der Eintritt ist kostenlos.

Im Winter ist in Clausthal-Zellerfeld besonders der Skilanglauf angesagt. 6 Loipen rund um den Ort sind im Winter gespurt. Die beleuchtete Skating-Loipe des Landesleistungszentrum für Biathlon ist ein besonderes Highlight, hier haben schon erfolgreiche Harzer Wintersportler trainiert. Auf einer 241 Meter langen Rodelstrecke können Sie mit Ihrem Schlitten den Berg hinunterfahren. In gut erreichbarer Nähe bieten viele andere Orte des Harzes gute bis sehr gute Bedingungen für den Wintersport.
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