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Kalletal

Deutsche Regionen > Teutoburger Wald
Im Lippischen Bergland liegt die Großgemeinde Kalletal, bestehend aus 16 Ortsteilen. Kalletal liegt in einer sanften Hügellandschaft zwischen Rinteln, Vlotho und Lemgo und ist besonders als Urlaubs- oder Ausflugsziel für Naturliebhaber geeignet. Wanderer und Radler finden hier beste Bedingungen für einen Aktivurlaub, natürlich gibt es aber auch Möglichkeiten sich hier zu Entspannen. Am östlichen Ende der Großgemeinde fließt die Weser aus Richtung Rinteln kommend weiter nach Vlotho und Minden. Im Dezember 2019 wurde Kalletal als erste Naturpark-Kommune in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Größter Ort und damit Mittelpunkt der Großgemeinde ist Hohenhausen, höchste Erhebung ist der 360 Meter hohe Kleeberg im südlichen Ortsteil Henstorf.
Die Weser bei Kalletal-Varenholz
Die Weser bei Kalletal-Varenholz
Auf einem Nachbarsee vom Stemmer See wird Wasserski gefahren
Auf eine Nachbarsee vom Stemmer See wird Wasserski gefahren
Archäologische Funde aus der Steinzeit sowie Grabhügel und Urnengrabstätten beweisen erste Besiedlung der Gemeinde Kalletal in der Stein- bzw. früheren Eisenzeit. Die Geschichte Kalletals beginnt in den einzelnen Ortsteilen, älteste Erwähnung findet Hohenhausen um das Jahr 1020 herum. 1232 wurde Kalldorf als Callenthorp erstmals schriftlich erwähnt, im 13. Jahrhundert besaßen die Ritter von Callendorp großen Grundbesitz in Kalldorf und gaben der Ortschaft ihren Namen. Geschichtlich bedeutend in Kalletal ist auch das Schloss Vahrenholz dessen Anfänge bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. 1453 entstand in Kalldorf die erste lippische Glasfabrik, 1603 erfolgte die Gründung einer Papierfabrik die bis 1928 betrieben wurde. 1733 wollte die Fürstin Pauline zur Lippe den an der Weser liegenden Ort zu einem Hauptbinnenhafen ausbauen, scheiterte aber am Widerstand Preußens. Im 19. Jahrhundert war Kalletal vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, ein Strukturwandel erfolgte im ausgehenden 20. Jahrhundert hin zur Industrialisierung durch die Ansiedlung kleiner und mittlerer Industriebetriebe.

Mitten durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 238, die Anreise aus Norden, Westen und Osten kommend führt über die Autobahn 2 bis zum Kreuz Bad Oeynhausen. Fahren Sie dort auf die Bundesstraße 514 die in die B 238 übergeht. Aus Richtung Süden kommend fahren Sie auf der Autobahn 7 bis Hildesheim, fahren dort auf die Bundesstraße 1 in Richtung Hameln und Paderborn bis Barntrup, wechseln dort auf die B 66 und fahren dann über Lemgo nach Kalletal. Nächstgelegene Bahnhöfe gibt es in Lemgo, Bad Salzuflen und Vlotho, nächstgelegene Flughäfen sind Paderborn-Lippstadt und Hannover-Langenhagen. Buslinien verbinden die einzelnen Ortschaften und bedienen damit den öffentlichen Nahverkehr.
Ein bedeutendes Bauwerke der Weserrenaissance ist das Schloss Vahrenhoz
Schloss Vahrenholz
Die Gierseilfähre am Ufer von Porta Westfalica-Veltheim
Die Gierseilfähre am Ufer von Porta-Westfalica Veltheim
Bedeutendstes Gebäude in Kalletal ist das Schloss Vahrenholz im gleichnamigen Ortsteil. Ursprünglich lag das Schloss an der Weser, allerdings hat sich der Verlauf der Weser nach Norden verlagert. Eine vierbogige Brücke die die Jahreszahl 1753 trägt ist ein Hinweis auf den ehemaligen Flußverlauf. Erstmalig wurde im Jahr 1188 eine Burg erwähnt die den Herren Vornholte gehörte. Im Jahre 1323 erwarb Simon I. zur Lippe die Burg und dehnte damit seinen Herrschaftsbereich aus. Die Geschichte des heutigen Schlosses reicht bis ins Jahr 1540 zurück, zwischen 1591 und 1600 wurde das Schloss von Graf Simon VI. zu Lippe zu einem der bedeutendsten Bauwerke der Weserrenaissance umgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg war Schloss Vahrenholz Sitz der UFA Universum Filmgesellschaft, heute ist hier ein Internat untergebracht.
Bedeutendstes Gebäude in Kalletal ist das Schloss Vahrenholz im gleichnamigen Ortsteil
Weserrenaissance-Schloss Vahrenholz
Schloss Vahrenholz sieht von allen Seiten imposant aus
Schloss Vahrenholz sieht von allen Seiten imposant aus
Zwischen Kalletal-Varenholz und Porta Westfalica-Veltheim verkehrt eine Gierseilfähre auf der Weser, umweltfreundlich weil ohne Antriebsmotor und äußerst leise da bei der Überquerung keine Motorgeräusche zu hören sind. Zwischen beiden Ufern stehen Masten an denen ein Seil befestigt ist das über den Fluss geht. Die Fähre hängt mit einem weiteren Seil und Rollen an dem Seil, allein durch die Strömung des Flusses wird die Fähre bewegt und fährt damit von Ufer zu Ufer. Die Fähre ist besonders bei Radfahrern beliebt die sonst für eine Überquerung der Weser längere Wege in Kauf nehmen müssten. Die Fähre ist von April bis Oktober jeweils an den Wochenenden, an Feiertagen und Brückentagen von 10.00 bis 18.00 Uhr (letzte Überfahrt um 17:45 Uhr) in Betrieb. Überfahrten während der Woche sind nur mit Anmeldung (mindestens 10 Personen müssen zusammenkommen) bei der Gemeinde Kalletal möglich.
Im CampingPark Kalletal am Stemmer See ist auch Wasserskifahren möglich
Auf einem benachbarten See zum Stemmersee ist Wasserskifahren möglich
Die Gierseilfähre auf der Weser bei Varenholz
Die Gierseilfähre auf der Weser bei Varenholz
Unweit von Schloss Varenholz und der Gierseilfähre liegt der Stemmer See. Der See ist allerdings den Gästen des CampingParks Kalletal vorbehalten. Diese finden hier einen 25 Hektar großen Badesee mit einem rund 500 Meter langen schönen Sandstrand vor. Eine Seilfähre führt auf eine Pirateninsel, ein besonderes Highlight für Kinder. Hier können Sie auch eines der Tretboote mieten oder Ihr Gleichgewicht beim Stand Up Paddling testen. Auf einem benachbarten See können Sie Wasserski fahren oder wakeboarden. Auf drei Abenteuerspielplätzen können sich Kinder austoben, außerdem befinden sich auf dem Gelände ein Bolzplatz, ein Volleyballplatz, Tischtennisplatten und ein Trampolin auf dem See. Auch eine Animation für Kinder wird während der Sommermonate angeboten. Auf die Eltern wartet in der Zwischenzeit die Wellness-Oase mit finnischer Kelo-Sauna (90°C) und einem Sanarium (60°C). Erholen können Sie sich anschließend im Ruheraum oder auf der Terrasse oder im Fitnessraum sportlich aktiv werden. Vermietet werden Stellplätze für alle die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Wer es bequemer mag nutzt eines der Chalets mit einem oder zwei Schlafzimmern.
Die Holländerwindmühle Brink in Bentorf
Holländerwindmühle Brink in Bentorf
Im Schlossgarten von Schloss Vahrenholz
Im Schlossgarten von Schloss Vahrenholz
Zahlreiche Mühlen befinden sich auf dem Gemeindegebiet. Als einzige in Lippe befindet sich die Holländerwindmühle Brink in Bentorf noch in Betrieb. Die 14 Meter hohe Mühle stammt aus dem Jahre 1889 und wurde von 1990 bis 1997 aufwendig restauriert. Im Ortsteil Bavenhausen befindet sich die gleichnamige Windmühle auf einem Berg hoch über dem Ort. Die Mühle stammt aus dem Jahre 1853, der Mahlbetrieb wurde 1948 eingestellt und fortan dient die Mühle als Hochbehälter für die Wasserversorgung der Umgebung. Aufgrund ihrer Lage und der Beleuchtung im Dunkeln ist die Mühle zum Wahrzeichen der Region geworden. Ein Spaziergang zur Windmühle lohnt sich schon aufgrund der tollen Aussicht auf das Lipper Land. Die Wassermühle Hof Klemme bietet auf ihrer Hofanlage mit sechs Fachwerkhäusern und einem Hofladen selbstgebackenes Brot und andere Köstlichkeiten an. Das Brot wird heute noch im alten Backhaus das mit Buchenholz angeheizt wird nach alten Rezepten hergestellt.

Wandern und Radfahren im Lipperland gehören natürlich auch rund um Kalletal zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Verschiedene auch für Kinder geeignete Wanderwege wollen erobert werden. Auch Radfahrer finden im Kalletal perfekte Bedingungen vor. Auf gut ausgebauten und ausgeschilderten Radwegen kann die schöne Natur erkundet werden oder Sie genießen so manche schöne Aussicht.
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