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Lemgo

Deutsche Regionen > Teutoburger Wald
In der Mitte des Lipper Landes, zwischen dem Wiehengebirge im Norden, dem Teutoburger Wald im Süden und der Weser im Osten liegt die Alte Hansestadt Lemgo, umgeben von den Wäldern und Hügeln des Lipper Berglandes. Lemgo ist eine über 800 Jahre alte Renaissancestadt, Sitz der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, trägt den Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“, das sportliche Aushängeschild der Stadt ist der Handballbundesligist TBV Lemgo. Lemgo besitzt einen historischen Stadtkern der den zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hat und gehört zu den schönsten Fachwerkstädten Deutschlands. Lemgo liegt an der Straße der Weserrenaissance. Durch die Stadt und ihre Ortsteile fließt die Bega die ein wesentlicher Bestandteil der Naherholung ist. Heute leben rund 43.000 Einwohner in der Stadt. Nächstgelegene Städte sind Bad Salzuflen, Bielefeld, Detmold, Lage, Minden und Paderborn.
Außengastronomie auf dem Marktplatz in Lemgo
Außengastronomie auf dem Marktplatz in Lemgo
An der Südseite des Marktplatzes steht das Ballhaus (Tanzhaus)
An der Südseite des Marktplatzes steht das Ballhaus (Tanzhaus)
Auf dem Gebiet der heutigen Stadt, damals Limgauwe oder Limga genannt, gab es bereits im 11. und 12. Jahrhundert erste Siedlungen. Die Geschichte Lemgos beginnt um das Jahr 1190 herum als die Stadt von Bernhard II. gegründet wurde. Lemgo lag am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Handelswege und war im Mittelalter größte und bedeutendste Stadt der Grafschaft Lippe. 1245 erwarb Lemgo seine Stadtrechte, 1324 wurde die Stadt in den Bund der Hanse aufgenommen. Der Wohlstand der Stadt lässt sich noch heute an den reich verzierten Fachwerkbauten ablesen. Der Dreißigjährige Krieg löste eine schwere wirtschaftliche Krise aus und ließ Lemgo zu einer unbedeutenden Ackerbürgerstadt werden. Dunkles Kapitel der Stadt ist die Zeit der Hexenverfolgung, viele Bürger der Stadt verloren dabei ihr Leben, eine Dauerausstellung im Städtischen Museum Lemgo erinnert an diese Zeit. 1896 wurde Lemgo an das Eisenbahnnetz angeschlossen, bis in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg war die Möbelindustrie der wichtigste Industriezweig der Stadt. Dieser wurde abgelöst von der Elektro- und Beleuchtungsindustrie sowie der Dentalindustrie. Heute ist Lemgo ein bedeutender Wissenschaftsstandort, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe gehört zu einer der zehn forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.
Historische Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert in der Fußgängerzone
Historische Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert in der Fußgängerzone
Die Rückfronten zahlreicher Fachwerkhäuser stammen teilweise noch aus dem 13. Jahrhundert
Die Rückfronten zahlreicher Fachwerkhäuser stammen teilweise noch aus dem 13. Jahrhundert
Die Anreise nach Lemgo erfolgt aus Richtung Norden und Osten über die Autobahn A2, verlassen Sie diese an der Anschlußstelle Herford-Bad Salzuflen und wechseln Sie auf die Bundesstraße 239. Fahren Sie an der Messe Bad Salzuflen auf die Ostwestfalenstraße die Sie direkt nach Lemgo bringt. Aus Süden kommend fahren Sie auf die Autobahn A44 bis zur Anschlußstelle Warburg, fahren Sie dort auf die Bundesstraße 252 die Sie direkt nach Lemgo bringt. Anreisende aus Richtung Westen nehmen ebenfalls die A44 bis Warburg, alternativ können Sie auch die A 2 bis zur Anschlußstelle Ostwestfalen Lippe nehmen, weiter geht es auf der Ostwestfalenstraße nach Lemgo. Mit der Bahn erreichen Sie Lemgo mit der Eurobahn ab Bielefeld Hauptbahnhof. Nächstgelegene Flughäfen sind Paderborn-Lippstadt und Hannover-Langenhagen.
Vor der Pfarrkirche St. Johann befindet sich der zentrale Busbahnhof
Vor der Pfarrkirche St. Johann befindet sich der zentrale Busbahnhof
St. Marien, der Kirche der Lemgoer Neustadt, wurde vor 700 Jahren erbaut
St. Marien, der Kirche der Lemgoer Neustadt, wurde vor 700 Jahren erbaut
Ein Besuch Lemgos ist absolut zu empfehlen, die rund 830jährige Stadt mit ihrem sehr gut erhaltenen Stadtkern mit Zeitzeugen aus der späten Gotik und Renaissance ist absolut sehenswert. Entdecken Sie in den Gassen der Stadt die historischen Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert, hier gleicht kein Haus dem anderen. Nehmen Sie doch an einer der geführten kostenpflichtigen Stadtführungen teil und lassen Sie sich die schönsten Stellen der Stadt zeigen. Neben den klassischen Stadtführungen werden auch Themenführungen wie z.B. eine Nachtwächterführung und viele andere mehr angeboten. Die Stadtführungen können Sie in der Tourist-Information der Stadt in der Kramerstraße 1 oder vorab per E-Mail oder FAX buchen. Natürlich können Sie die Stadt auch auf eigene Faust erkunden.
Die Bega ist ein wesentlicher Bestandteil der Naherholung Lemgos
Die Bega ist ein wesentlicher Bestandteil der Naherholung Lemgos
Die Ölmühle mit Wasserrad vor dem Wasserschloss Brake
Die Ölmühle mit Wasserrad vor dem Wasserschloss Brake
Die „gute Stube“ der Stadt ist der Marktplatz, der von den Bürgern der Stadt auch gerne „Steinerner Saal“ genannt wird. Besonders imposant ist das am Marktplatz stehende Rathaus der Stadt, stammt es doch aus unterschiedlichen Zeiten was früher oftmals üblich war. Der älteste Teil, ein langgestreckter Saalbau, entstand im 13. Jahrhundert. Der mittlere im gotischen Stil errichtete Teil stammt aus der Zeit von etwa 1480 bis 1490, der jüngste Teil im Stil der Weserrenaissance gehalten stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. In der warmen Jahreszeit können Sie die Außengastronomie der umliegenden Cafés auf dem Marktplatz genießen. An der Südseite des Marktplatzes steht das Ballhaus (Tanzhaus) welches kurz vor dem 30jährigen Krieg entstand. Gegenüber dem Rathaus wurden moderne Häuser errichtet die sich aber harmonisch in das Gesamtbild des Marktplatzes einfügen.
Der Marktplatz wird von den Bürgern der Stadt auch gerne „Steinerner Saal“ genannt
Der Marktplatz in Lemgo
Das Rathaus der Stadt stammt aus unterschiedlichen Epochen
Das Rathaus der Stadt stammt aus unterschiedlichen Epochen
Unweit des Marktplatzes befindet sich die St. Nicolai Kirche, die älteste der beiden Stadtkirchen Lemgos. Das besondere sind die „ungleichen Brüder“, zwei unterschiedliche Türme. Im linken Turm hatte einst der Türmer der Stadt seine Wohnung, heute hat dort ein Glockenspiel seinen Platz gefunden das alle zwei Stunden erklingt. Nur wenige Jahre nach der Stadtgründung begann der Bau der Kirche im romanischen Stil. Um 1300 wurde die Kirche zu einer Hallenkirche im gotischen Stil umgebaut. Der imposante Bau unterstrich den Machtanspruch der Herren zur Lippe. Ein Altarretabel aus dem Jahr 1280, das in die Nordwand eingemauert ist und in drei Bildern die Verkündigung an Maria, die Geburt Christi und die Auferstehung Christi mit den Grabeswächtern zeigt, ist das älteste Ausstattungsstück der Kirche. Älteste der Kirchen Lemgos ist die Kirche St. Johann dessen Geschichte bis in das Jahr 780 zurückreicht. Die eigentliche Gründung Lemgos reicht damit vermutlich bis in die Zeit Karl des Großen zurück. Der Kirchturm der Ursprungskirche, auch stumpfer Turm genannt, beherbergt die älteste datierte Glocke in Lippe.
Das besondere an der St. Nicolai Kirche sind die beiden ungleichen Brüder
Das besondere an der St. Nicolai Kirche sind die beiden ungleichen Brüder
Im Hexenbürgermeisterhaus ist das Städtische Museum untergebracht
Im Hexenbürgermeisterhaus ist das Städtische Museum untergebracht
Ein beliebtes Fotomotiv ist der Kanzlerbrunnen des Aachener Bildhauers Bonifatius Stirnberg der am Ende der Fußgängerzone am Ostertor steht. Der Brunnen zeigt 5 Figuren, darunter die von Dr. Balthasar Knaust, dem Kanzler des Grafen Simon VI.. Der Brunnen stellt den „Streit um die Tonne“ dar, der Streit wurde ausgelöst von einer Trinksteuer die Anfang des 17. Jahrhunderts von der Stadt eingeführt wurde. Die Fußgängerzone mit ihren 200 Geschäften führt am Marktplatz der Stadt vorbei. Sie ist gleichzeitig eine kleine Reise in die Vergangenheit stehen hier doch zahlreiche Fachwerk- und Steinhäuser mit reich verzierten Giebeln deren Rückfronten teilweise noch aus dem 13. Jahrhundert stammen.
Der Kanzlerbrunnen steht am Ende der Fußgängerzone am Ostertor
Der Kanzlerbrunnen steht am Ende der Fußgängerzone am Ostertor
In der Fußgängerzone Lemgos befinden sich rund 200 Geschäfte
In der Fußgängerzone Lemgos befinden sich rund 200 Geschäfte
Ein herausragendes Beispiel der Architektur der Weserrenaissance stellt das Schloss Brake dar. Das Wasserschloss geht auf eine steinerne Burg zurück die sich der Edelherr Bernhard II. zur Lippe nach 1190 errichten ließ. 1306 wurde das Schloss unter dem Namen „castrum brac“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Schloss wurde zum bevorzugten Sitz der Edelherren zur Lippe. Um das Jahr 1587 herum machte Graf Simon VI. zur Lippe das Schloss zum Regierungssitz und ließ es im Stil der Renaissance ausbauen, dabei entstanden der Nordflügel sowie der Turm in dem sich die fürstlichen Gemächer befanden. Heute ist im Schloss u.a. das Weserrenaissance-Museum untergebracht das einen Überblick über die Kunst- und Kulturgeschichte des 16. und frühen 17. Jahrhunderts gibt. Benachbart zum Schloss befinden sich zwei alte Schlossmühlen. Die Ölmühle stammt aus dem Jahre 1806, sie wurde durch ein Wasserrad betrieben und ist als einzige ihrer Art erhalten geblieben. In der benachbarten ehemaligen Sägemühle zeigt eine Ausstellung die Funktion und Geschichte der Mühlen.
Das historische Wasserschloss Brake wurde im Stile der Weserrenaissance umgebaut
Das historische Wasserschloss Brake wurde im Stile der Weserrenaissance umgebaut
Die Ölmühle am Schloss Brake aus dem Jahre 1806 wurde durch ein Wasserrad betrieben
Die Ölmühle am Schloss Brake aus dem Jahre 1806 wurde durch ein Wasserrad betrieben
Früher besaß Lemgo eine Stadtbefestigung, diese wurde im 18. und 19. Jahrhundert größtenteils abgetragen. Lediglich kleine Reste sind erhalten geblieben. Umrunden Sie doch den Stadtkern auf der etwa 3 Kilometer langen Lemgoer Wallrunde. Der nördliche Bereich ist zu einer Naherholungszone mit altem Baumbestand und Teichanlage umgestaltet worden. Weitere Naherholungsgebiete der Stadt sind der Staff-Landschaftspark, der Abteigarten und die Gartenanlage am Schloss Brake.

Neben den bereits erwähnten Weserrenaissance-Museum sollten weitere Museen nicht unerwähnt bleiben. Im Hexenbürgermeisterhaus, einem weiteren bedeutenden Baudenkmal errichtet im Stil der Weserrenaissance, ist das Städtische Museum untergebracht. Das Junker-Haus informiert über Leben und Werk von Karl Junker, einem Deutschen Maler, Bildhauer und Architekt. Das Frenkel-Haus, eine Gedenk- und Begegnungsstätte, zeigt eine kleine Dauerausstellung über die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel die bis zu ihrer Deportation 1942 in diesem Haus lebte.
Ehemalige Stadtbefestigung mit altem Baumbestand und Teichanlage
Ehemalige Stadtbefestigung mit altem Baumbestand und Teichanlage
Das Junker-Haus informiert über Leben und Werk von Karl Junker
Das Junker-Haus informiert über Leben und Werk von Karl Junker
Die typische Wald- und Hügellandschaft rund um Lemgo lädt zur Erholung ein. Schöne Wege durch den Stadtwald und die nähere Umgebung sowie acht schöne Wanderwege rund um Lemgo wollen entdeckt werden. Lemgo ist auch als Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Wandertouren mit Beherbergungsmöglichkeiten inclusive Gepäcktransport geeignet. Eine Wanderbroschüre mit einer Beschreibung der Wanderwege erhalten Sie in der Tourist-Information. Fünf schöne Radrouten von 11 bis 45 Kilometer warten auf Radler und Mountainbiker. Die Fürstenroute Lippe verbindet 7 historische Städte im Lipperland und führt vorbei an unzähligen Sehenswürdigkeiten. Badespaß für alle ist im Eau-Le garantiert. Hallenbad mit großem Schwimmbecken und Sprunganlage bis 3 m sowie Lehrschwimmbecken und Kleinkindbecken, ganzjähriges Erlebnis-Außenbecken mit Massagedüsen und Strömungskanal, 33-m-Schwimmbecken mit Sprunganlage bis 5 m und Kinderbecken mit Matschbereich im Außenbereich, hier ist für jeden etwas dabei. Abgerundet wird das Badeerlebnis mit Wasserrutsche, Boulderwand, Kletterberg, Kinderspielplatz und Beachvolleyballfeld. Eine Saunalandschaft mit verschiedenen Saunas, Infrarotkabinen, Whirlpool sowie einem verschiedenen Angebot an Massagen warten auf die Wellness-Begeisterten. Für das leibliche Wohl sorgt die schwimmBar. Kleiner und gemütlicher geht es im Freibad Lieme zu.
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